Bravo, Ivan!

Endlich hast du dein regelmäßiges Blutdoping gestanden! Doch was mussten deine die Radsportfans bis dahin nicht alles ertragen: Am Tag vor der letztjährigen Tour de France bist du aus dem Team gestrichen worden, hast dich von CSC getrennt – oder war es andersherum? – und wurdest vom Nationalen Italienischen Olympischen Komitee (Coni) aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Das hast du gut hinbekommen. Und jetzt gestehst du Coni gegenüber dein Doping? War der Druck wohl doch zu groß, oder? Erhoffst dir wohl eine Belohnung für dein Geständnis? Eine Minderung des Strafmaßes von zwei Jahren Sperre auf nur ein Jahr wurde dir anscheinend in Aussicht gestellt. Auch wenn dich dein neues Team Discovery ebenfalls gefeuert hat, wirst du wohl – leider – wieder sehr schnell einen neuen Arbeitgeber finden.

Nicht nur du solltest dich für den Betrug an dir selbt und den Sportfans schämen, sondern auch Coni. Dieses Verhalten ist verlogen und inkonsequent – wer glaubt denn schon, dass nach der Sperre plötzlich ein durch und durch ehrlicher Sportler auf dem Sattel sitzt?

Der Medien-Kasper der Woche geht an Ivan Basso, dem Mann, der plötzlich „singt“ um selber nicht zu hart bestraft zu werden.

Ein enttäuschter Radsportfan

P.S.: Siehe auch vorherigen Beitrag zum Thema Doping