Medien-Kasper

Wer zieht die Strippen, wer mimt den Kasper? In Web 2.0, Print, TV, Mobiles & Werbung. Wunderbare Medien-Welt…

Kombinierter Papst- und Puffbesuch

Viele der rund 300 000 Teilnehmer des Weltjugendtages im australischen Sydney haben Papst Benedikt XVI. wohl etwas zu wörtlich genommen. Benedikts Bitte, sie sollen „Boten der Liebe“ werden, leisteten Sie Folge, indem sie in ein Nobelbordell pilgerten.

Die Puffmutter freute sich über das katholische Klientel – und über eine Umsatz-Verdoppelung. Fünf zusätzliche Dirnen seien eingestellt worden und sie hätten alle Hände voll gut zu tun! Der Schlüssel zum Erfolg, so eine Dame gegenüber AFP, seien Sonderangebote und ein zehnprozentiger Presserabatt. Endlich mal eine echte Versuchung!

Die taz befürchtet nun, dass der Papst auf der Abschlusskundgebung am Sonntag „jede Menge zu tun habe, um die angehäuften Sünden wegzubeten“. Doch, oh Wunder: an der Messe nahmen rund 200 000 Menschen weniger teil, als vorhergesagt. Es gab viele freie Flächen. Ob dies auch für das Etablissement zutrifft, muss noch geklärt werden. Der nächste Weltjugendtag findet übrigens 2010 in Madrid statt. Frühes Kommen sichert die besten Plätze…

Planet49 und die ominöse Nilkreuzfahrt: TV-Sender sucht Reisende!

Planet49 beschäftigt mit seinen Webseiten wie www.ausgewaehlter-gewinner.de & Co. nicht nur unzählige hoffnungsfrohe Internetnutzer, sondern auch TV-Sender. Einer davon – genauer: Kabel 1 – hat nun bei uns nachgefragt, ob wir nicht bei der Suche nach Interessenten der Nilkreuzfahrt behilfleich sein könnten.

Können wir – hier ist die Anfrage der TV-Kollegen:

Hallo,

wir suchen für einen TV-Beitrag Gewinner von Nilkreuzfahrten, die entweder demnächst planen, die Reise anzutreten, oder sie vielleicht gemacht haben und uns ihre Unterlagen für die Recherche zur Verfügung stellen können.

Bitte wenn möglich recht schnell unter nilrecherche@web.de melden, wir kommen dann bald auf Sie zurück!

Vielen Dank im Voraus!

Medien-Kasper – ein merkwürdiger Name?

YouTube beschäftigt dressierte Affen…

…so deutet es jedenfalls diese Fehlermeldung auf YouTube an:

YouTube

Hm, die könnte man auch gut für die Eingabe des Fehlercodes gebrauchen…

Genial daneben an der Themse…

Toshiba präsentierte neulich in London Journalisten drei neue Notebooks der Quosimo-Reihe. Alles wäre gut gegangen, hätte man nicht darauf bestanden, einen vermeindlichen Produktvorteil zu betonen, der die Schwäche der Geräte verdecken sollte. Doch das ging genial daneben…

Die Geräte, so verkündete Toshibas Europachef Alan Thompson, der nebenbei ein begnadeter Ralley-Fahrer sein soll, können aus einfach aufgelösten Videos, zum Beispiel einer Film-DVD, hochauflösende Bilder zaubern. Das funktioniere dank der vier Kerne des verbauten Intel-Prozessors und einem leistungstarken Video-Koprozessor, der auch in Sonys Playstation 3 zum Einsatz kommt, in Echtzeit und ohne Zeitverluste. Das so berechnete Bild ist tatsächlich, wenn man direkt vor dem Notebook steht, etwas schärfer und deteilgenauer als das herkömmliche SD-Video. Doch schon bei einigen Metern Entfernung ist der Unterschied kaum noch zu erkennen. Der Prozessor mit den vier Herzen könne gleichzeitig auch Büroarbeiten verrichten, erklärte Toshiba trotzig. In der Praxis wird aber kaum ein Anwender die Konzentrationskraft aufbringen, gleichzeitig einer drögen Tabellenkalkulation und einen Film auf DVD seine Aufmerksamkeit zu schenken. Und ein hochgerechnetes Signal gibt heute fast jeder DVD-Player aus dem Baumarkt über seine HDMI-Anschluss aus. Zudem ist der überwiegende Teil von Videos im Netz ist heute technisch so schlecht, das es nicht einmal für ein scharfes Vollbild ausreicht. Doch der PR-GAU, er sollte erst noch kommen. Immer merh Kunden, so der deutsche General Manager Thomas Teckentrup, legen heute Wert auf gutes Design, einer Tatsache, die Toshiba mit der frühen Abkehr von den uniformen Klapprechner Rechnung trägt. So züngeln rote Flammen auf dem Deckel des neuen Gamer-Notebooks Qosmio X300. Teckentrup nennt das ein „bewusst polarisierendes Design“.

Doch nicht nur das Design polarisierte. Denn auf die erste Frage eines französischen Journalisten, welches Bluray-Laufwerk Toshiba denn nun in seine Mittelklasse- und High-End-Notebooks einbaue, kam die kleinlaute Antwort: „Keines, nur einen DVD-Brenner“. Zur Erinnerung: Toshiba gehörte zu den Verfechtern des HD-DVD-Formats, das im Januar an der Filmfront dem Bluray-Format unterlag, als Warner verkündete, in Zukunft nur noch Filme auf Bluray-Disc herauszubringen. Und letztes Jahr hatte der japanische Eletroriese bereits Quosimo-Notebooks mit eingebautem HD-DVD-Player vorgestellt. Der Rückgriff auf die DVD erscheint da als ein Rückschritt. „Das ist doch Nonsense“, kommentierte es ein britischer Kollege. „Das Notebook repariert auch Artefakte, also Bildfehler von der DVD“, murmelte Teckentrup noch. Doch es war zu spät. Toshiba hatte den Anschein erweckt, es verweigere aus Trotz den Einbau eines Bluray-Laufwerkes, das hochauflösendes Video ohne zusätzliche, aufwändige Bild-Berechnungen wiedergeben kann. „Blueray ist nicht nötig, um hochauflösende Bilder zu sehen“, betonte Thompson trotzig,“ es ist nur ein Speichermedium“. Er habe Mircosoft-Chef Bill Gates auf seiner letzten CES-Keynote-Rede in Las Vegas nicht ein Wort über Bluray verlieren hören. Kein Wunder, gehört doch Microsoft ebenso zum unterlegenen HD-DVD-Lager, wie Toshiba. Die Nachbeben des letzten, großen Formatkampfes, Bluray gegen HD-DVD, sie waren auch ein halbes Jahr nach dem Sieg der Blauen noch in London zu spüren. Genial daneben an der Themse. „Innovation ist eine Reise und kein Ziel“, heißt es bei Toshiba. Eine Reise, bei der man sich offensichtlich etwas verfahren hat und sich nun standhaft weigert, umzukehren. Über die negativen Reaktionen der Fachpresse sei man „nicht überrascht“ erklärte Teckentrup anschließend im Gespräch. Man habe jedoch noch mehr Themen, als der offensichtlich als „Rückschritt“ empfundene Einsatz des DVD-Format.

In der Tat bieten das rote Gamer-Notebook Qosmio X300, das beeindruckend große 18-Zoll-Gerät G 50 und das kompakt-elegante 15-Zoll-Modell F50 eine echte Innovation, die so noch kein anderer Hersteller bieten kann. Denn sie erkennen mittels einer eingebauten Kamera nicht nur den Nutzer an seinen Geschitszügen, sie reagieren auch auf seine Gesten und Handbewegungen. Das klappte bei der abschließenden Demonstration der Geräte schon prima mit der Filmsteuerung: einmal die Hand heben in Richtung Notebook bedeutet „Halte den Film an“, noch einmal die Hand heben setzt die Wiedergabe fort. Ganz ohne Fernbedienung, so einfach wie genial. Diese Gestensteuerung ließe sich auch als Steuerung von Spielen einzusetzten, wie es die erfolgreiche Nintendo Wii über zwei kabellose Controller macht. „Wir denken darüber nach“, hieß es bei Toshiba in London. Die Preise der drei neuen Notebooks wollte man noch nicht verraten, sie sollen frühestens im Juli 2008 im Handel stehen…

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